
„Ich sehe was, was du nicht siehst ... Unfallgefahren zu Hause entdecken und beseitigen“
Jährlich verunglücken etwa tausende Kinder unter 15 Jahren im häuslichen Umfeld. Die meisten Unfälle passieren im Kinderzimmer, gefolgt von Küche und Treppen(haus). Über die Hälfte dieser Unfälle sind Stürze z.B. vom Stockbett oder beim Laufen. Weitere häufig auftretende Unfallarten sind Zusammenstöße, Schnittverletzungen und – besonders schwerwiegend – Verbrennungen, Verbrühungen und Vergiftungen.
Die Ursachen liegen oft im kindlichen Naturell begründet: Ablenkung, Hast, Übermut und Unkenntnis. Erwachsene können jedoch durch einige (Vorsichts-) Maßnahmen viele dieser Unfälle vermeiden.
Grundsätzliche Tipps:
- Kleine Kinder stets beaufsichtigen: z.B. auf dem Wickeltisch niemals allein lassen!
- Sicherheitsartikel nutzen: z. B. Treppen- und Herdschutzgitter, Rauchmelder, Steckdosenkappen.
- Kinder aufmerksam machen: Erklären Sie, was und warum etwas gefährlich ist (z. B. Messer, heiße Gegenstände).
- Treppen: Bei kleineren Kindern durch ein Treppenschutzgitter sichern; größere Kinder auf Treppen zum vorsichtigen Auf- und Absteigen anhalten.
- Altersgemäß beteiligen: Üben Sie je nach Alter und Geschicklichkeit mit Ihrem Kind Dinge wie Schneiden oder Kerzen anzünden.
- Achten Sie beim Kauf von Spielzeug und Kindermöbeln (z.B. Kinderbetten) auf das CE-Zeichen. Das GS-Zeichen (geprüfte Sicherheit) ist ein freiwilliges zusätzliches Prüfzeichen, das dem Verbraucher den Hinweis auf einen langfristig höheren Sicherheitsstandard gibt!
- Erst Roller fahren üben, dann Rad fahren lernen.
- Frühzeitig Schwimmen lernen.
- Kordeln an Kinderkleidung entfernen: Strangulationsgefahr!
- Erziehen Sie Ihr Kind zum richtigen Umgang mit Tieren.
- Nicht vergessen: Im Notfall 144 anrufen!

