Erste Hilfe Tipps für Kids - was ist zu tun bei Verbrennungen.
Hot stuff - Vorsicht, heiß!
Sandra hilft Mama in der Küche, den Tisch zu decken. Als Mittagsessen
hat sich Sandra Spaghetti mit grünen Salat gewünscht. Mama hat
gerade die Nudeln gekocht und gibt sie nun auf die Teller als das Telefon
läutet. Sie geht im Nebenzimmer an den Apparat.
Da
sieht Sandra eine Nudel, die aus dem Topf auf den Herd gefallen ist. Sie
greift danach, berührt dabei aber die noch heiße Herdplatte und
verbrennt sich die Finger. Das tut weh und Sandra schreit auf und weint.
Mama kommt sofort und fragt, was los sei. Sandra zeigt ihr die ganz roten
Fingerkuppen.
"Oje", sagt Mama und geht mit Sandra zur Abwasch. Sie hält Sandras
Hand unter das fließende kalte Wasser. "Bleib eine Weile mit der
Hand unter dem Wasser", sagt Mama. Nach einer viertel Stunde fragt Mama
ob es noch weh tut. "Nein", meint Sandra. "Wir können jetzt
Salbe drauf tun."
Mama besieht sich die Finger ganz genau. Die Haut ist stark gerötet,
aber es hat sich keine Blase gebildet. "Wir lassen das erst mal so
- die Salbe würde die Haut nur verkleben", sagt Mama.
Sandra ißt ihr Mittagessen nun nur mit der linken Hand. Das ist gar
nicht so einfach, es schmeckt aber tutzdem so gut wie immer. Auf die Herdplatte
wird sie sicher nie mehr mit bloßen Fingern greifen, dass weiß sie
ganz genau!
Tommi-Tipps
für den Schutz vor Verbrennungen:
Es gibt viele Dinge, an denen man sich verbrennen kann. Das kann eine
brennende Kerze sein, die heiße Herdplatte, offenes Feuer im Kamin
oder die Glut beim Grillen im Garten sein. Auch viele Elektrogeräte
und Motoren werden heiß: zum Beispiel ein Bügeleisen, Haarföhn
oder ein Lötkolben in einer Werkstatt.
Sei besonders vorsichtig bei allen heißen und kochenden Flüssigkeiten.
Auch heißes Essen und heiße Getränke können dir den
Mund und die Zunge verbrennen.
Die häufigste Ursachen für Verbrennungen sind: kochendes Wasser,
Dampf, Feuer, heißes Öl oder auch elektrischer Strom.
Der Umgang mit offenem Feuer will gelernt sein: Bitte einen Erwachsenen,
das Anzünden und Löschen von Streichhölzern, Kerzen, Lagerfeuern
etc. mit dir zu üben.
Verbrennen kann man sich auch mit elektrischem Strom. Achtung: Nie defekte
Elektrogeräte oder defekte Kabel anfassen!
Gut zu wissen:
Bei sehr schweren und großflächigen Verbrennungen muss so schnell
wie möglich die Rettung gerufen werden: Notrufnummer 144. Bleibe
bei der verletzten Person bis Hilfe kommt.
Eine schwere Verbrennung ist, wenn nicht nur die oberste Haut verbrannt
ist sondern auch das tiefere Gewebe.
Größere und auch schlecht heilende Brandwunden, die älter
als eine Woche sind, müssen von einem Arzt behandelt werden.
Leichte Hautverbrennungen kannst du mit kaltem Wasser kühlen (15-20
Minuten lang).
Wenn du die betroffene Stelle nicht unter kaltes Wasser halten kannst,
helfen auch kühle, nasse Tücher.
Entsteht keine Brandblase, kannst du die Wunde offen lassen.
Wenn eine Brandblase entsteht, solltest du die Wunde mit einem Brandpflaster
oder einem Brandwundenverband abdecken.
Die Brandblase darf in keinem Fall aufgestochen werden! Die Blase ist Schutz
für das verletzte Gewebe und trocknet nach einer gewissen Zeit von
selbst ab.
Du darfst kein Puder und keine Brandsalbe auf die frische Wunde geben!
Hände weg von angeblichen Hausmitteln wie Mehl, Zahnpasta, Butter
oder Öl! Sie verkleben die Wunde, die dann noch mehr weh tut.
Verbrennungen gehören zu den schmerzhaftesten Verletzungen: um den
ersten Wundschmerz zu lindern, ist gegen ein leichtes Schmerzmittel (bei
Kindern ein Zäpfchen) nichts einzuwenden.


